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Seelsorgeeinheit Sinzheim-Hügelsheim

Katholische Pfarrgemeinde Sankt Martin Sinzheim

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Leiberstung, St. Wendelinus

Gebet

Allmächtiger Gott, 
im hl. Wendelin hast Du uns das Beispiel eines bescheidenen und demütigen Menschen vorgestellt. Als Hirte zählte er zu den Ärmsten, in der Einsamkeit fand er den Weg zu Dir. Wir bitten Dich: Laß auch uns in der Hektik unseres Alltags Ruhepunkte finden, die uns offen machen für Dich, für den Nächsten und für unsere Natur. Segne auf die Fürbitte des hl. Wendelin Haus und Hof, Wald und Flur und alle Arbeit des Menschen, hilf uns, die richtigen Wege zu finden, der Zerstörung der Natur entgegenzuwirken, auch wenn dies von uns selbst Opfer fordert. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen. 

Wendelinusdarstellung in Leiberstung
Bild: 
Der hl. Wendelin in einem Seitenfenster der Leiberstunger Kirche. 
 

Der heilige Wendelin / Wendelinus


[Der Name bedeutet wohl: der "kleine Wanderer"] lebte zur Zeit des Bischofs Magnerich von Trier (zwischen 560 und 580) als Einsiedler in den Vogesen. Wichtige Daten über sein Leben sind uns nicht überliefert.

Nach der Legende soll er aus königlichem Haus in Schottland stammen und war wohl um das Jahr 550 als Sohn eines iro-schottischen Königs geboren. Weil Wendelin aber sich zu geistlichem und religiösem Leben hingezogen fühlte, zwang ihn sein Vater, Schafherden zu hüten. Bald schon schloss sich Wendelin der iro-schottischen Wandermönchsbewegung an. Er verließ die Insel, erreichte das europäische Festland und wollte mit einigen Gesinnungsgenossen nach Rom pilgern. Dann aber ließ er sich im Gebiet zwischen Saar und Hunsrück nieder, das damals zu den Vogesen gerechnet wurde. Hier brachte er den Menschen die Botschaft von Christus. Darum wohl zeigen die ältesten Darstellungen den hl. Wendelin als Mönch aufrecht stehend mit Wanderstab und Buch (wohl Bibel) der Verkündigung.

In der Nähe von Trier verdiengte er sich dann bei Adeligen als Schafhirte. Er suchte für die Herden die besten Weideplätze aus, und er hatte viel Zeit in der freien Natur sich an Wolken am Himmel, an Blumenpracht und an Gottes Schöpfung zu erfreuen. Wendelin kam in die Gegend des heutigen St. Wendel, baute am Bosenbergs ein ärmliche Hütte und schließlich wurde der Hirt und Einsiedler Abt von  Tholey. Gestorben ist Wendelinus wohl um 617. Sein Grab in St. Wendel (Saarland) ist in einem Kalender ums Jahr 1000 bezeugt; es wurde zu einem berühmten Wallfahrtsort.

Der Heilige wurde im Mittelalter "Wandelinus" genannt. Seine Verehrung nimmt gerade im ländlichen Bereich zu, so dass er bis auf heute fast ausschließlich als Hirte mit einem Schaf dargestellt wird; bei dieser Darstellung hat wohl auch sein Vorbild, Jesus Christus, der "Gute Hirte", eine Rolle gespielt. Vor allem wird Wendelin in West- und Süddeutschland verehrt, doch durch Auswanderer kam seine Verehrung auch nach Nordamerika und Osteuropa.

In Leiberstung reicht die Verehrung bis 1728 zurück.

Seit 1965 gibt es an seinem Patroziniumstag (der in Leiberstung immer am 2. Oktobersonntag gefeiert wird) die Tradition des Wendelinusritts. 


Die Kirche feiert den Wendelinus am 20. Oktober  [Schott, Beuron].

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Martin A. E. Schlick - Erstellt am 25.04.2000 - geändert am 15.06.2006


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