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Seelsorgeeinheit Sinzheim-Hügelsheim

Katholische Pfarrgemeinde Sankt Martin Sinzheim

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Der Schutzpatron der Ministranten

Gedenktag 15. August

Tarcisius - Märtyrer - Glaubenszeuge.

Über den hl. Tarcisius (auch: Tharsicius, Tarzisius) kann mit letzter Sicherheit nichts gesagt werden. Nach der Überlieferung soll er im 3. Jahrhundert in Rom gelebt haben. Der römische Bischof Damasus berichtet über Tarcisius folgendes:

Tarcisius wurde von Heiden getötet, als er sich weigerte, ihnen das eucharistische Brot, welches er zu den Kranken bringen sollte, zu übergeben. Es ist nicht bekannt, wie er zu Tode kam. Bischof Damasus deutet in Anlehnung an den Erzmärtyrer Stephanus an, dass auch Tarcisius gesteinigt wurde.

Weiter kann nicht verifiziert werden, ob Tarcisius ein Akolyth (Begleiter -Ministrant-) gewesen ist, und am 15. August 257 getötet wurde. Zusammen mit dem Bischof Zephyrinus (+ 217) wurde er im Coemeterium des Kallist an der Via Apia bestattet. Später wurden die sterblichen Überreste des Märtyrers Tarcisius in die römische Kirche San Silvestro in Capite überführt.

Über den heiligen Tarcisius ist nur sehr wenig bekannt. Es muss wohl ein römischer Junge gewesen sein, der Gefangenen Christen aus dem Gottesdienst heraus, das heilige Brot brachte.

In das römische Martyrologium wurde Tarcisius unter dem Datum des 15. August aufgenommen. Dies ist auch sein Gedenktag. Allerdings wird sein Gedenktag durch das Hochfest "Mariä Aufnahme in den Himmel" Jahr für Jahr verdrängt.

Zur raschen Verehrung und Verbreitung des hl Tarcisius trug sicherlich der Roman ‚ Fabiola or the Church of the Catacomb’ des engl. Kardinals Nicholas Patrick Wiseman im Jahre 1855 bei, der das Martyrium aufgreift.

Dargestellt wird der hl. Tarcisius als Diakon mit Palme, Steinen und Hostie. Da nach der Überlieferung Tarcisius im Auftrag der Gemeinde unterwegs war, gilt er heute als Schutzpatron der Ministranten.

Literaturangabe: Bibliographisches –Biographisches Kirchenlexikon
siehe auch: www.heiligenlexikon.de - Tarzisius

Leider sind kaum geschichtliche Hintergründe über Tarcisius bekannt. Es gibt nur eine ziemlich bekannte Legende. Auch die Art seines Todes liegt ziemlich im Dunkeln. Man vermutet, das auch er gesteinigt wurde.




Der Spielverderber

In der Arena Circus Maximus herrscht noch viel Betrieb. Drei gleichaltrige Buben rufen Tarcisius zu: «Komm, wir brauchen einen vierten, sonst können wir nicht würfeln.» Tarcisius kennt zwei davon. Er hat schon oft mit ihnen gespielt. «Ein anderes Mal gerne. Jetzt muss ich weiter. Ich werde erwartet», erwidert Tarcisius. Aulus, einer der drei, kommt auf Tarcisius zu und sagt: «Du, sei doch kein Spielverderber. Die warten doch...» Tarcisius aber bleibt nicht stehen. Er sagt kurz, aber bestimmt: «Heute nicht, Kameraden. Ich wünsche euch einen schönen Abend.»

Wütend ruft ihm Alanus zu «Du bist ein Feigling, Tarcisius! Und überhaupt, was trägst du eigentlich unter deinem Umhang? Das muss etwas Kostbares sein, dass du es so eilig hast. Wir wollen es sehen.»

Tarcisius bekommt einen Auftrag

Vater Festus ruft nun ein paar der grösseren Buben zum Abendmahls-Tisch. Einer von ihnen heisst Tarcisius. Er ist zwölf Jahre alt. Vater Festus kennt die Familie von Tarcisius gut. Er weiss, dass Tarcisius ein gutes Herz hat, auch wenn sein Strubelkopf voller Streiche ist.

Vater Festus schaut ihn jetzt an und sagt: «Hier, Tarcisius, nimm den kleinen Krug und das Tuchbündel mit dem gebrochenen Brot. Trag es sorgfältig unter deinem Umhang. Du weisst ja, es ist das heilige Brot. Geh heute abend zur kleinen dritten Strasse durch den Circus Maximus, Das ist von hier aus der nächste Weg. Im ersten Haus der Strasse warten Ursula und Linus auf dich. Übergib Linus das heilige Brot und den Wein. Die Alten und Kranken warten schon lange darauf. Mögen sie dadurch gestärkt werden. Richte auch Grüsse und Segenswünsche von mir und von uns allen aus. Du kannst bei Mutter Ursula Abend essen. Später bring das leere Krüglein und das Tuch zurück. So, nun geh im Frieden Christi.»

Tarcisius freut sich. Es ist nicht das erste Mal, dass er Jesus als stärkendes Brot zu den Kranken bringen darf. Er nimmt den kleinen Krug und das Tuchbündelchen an sich und macht sich mutig auf den Weg.

Tarcisius bewahrt sein Geheimnis

«Ich trage Brot und Wein mit mir!» erklärt Tarcisius. «Nun lasst mich gehen.» Wütend reissen die drei dem Tarcisius den Umhang von den Schultern. Das Tonkrüglein mit dem Wein zerbricht am Boden. Tarcisius will wenigstens das heilige Brot beschützen. Ganz fest umklammert der Bub das Tuchbeutelchen in seiner Hand. Die drei andern lachen höhnisch. Sie rufen: «Wir wollen dir zeigen, was passiert, wenn einer so feige ist wie du.» Sie schlagen Tarcisius und bewerfen ihn mit Steinen.

Plötzlich liegt Tarcisius am Boden und blutet stark. Er rührt sich nicht mehr... Da rennen die drei Kameraden voller Panik davon. Sie lassen den Schwerverletzten einfach liegen. Spät in dieser Nacht findet Vater Festus den Buben. Er hat ihn gesucht. Tarcisius ist tot. In seiner Hand hält er immer noch den kleinen Tuchbeutel mit dem heiligen Brot.

Vater Festus ist traurig und froh zugleich. Ein paar Tage später bekommt der kleine grosse Tarcisius ein Nischengrab in den Katakomben. Vater Festus betet: «Herr Jesus, wir bitten dich, gib uns allen den Mut und die Kraft, wie Tarcisius sie hatte. Dann brauchen wir uns auch vor den Soldaten des Kaisers Nero nicht mehr zu fürchten.»

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Martin A. E. Schlick - Erstellt am 27.02.2007

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