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Seelsorgeeinheit Sinzheim-Hügelsheim

Katholische Pfarrgemeinde Sankt Martin Sinzheim

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Kurze Geschichte der Schwarz-Orgel der Pfarrkirche St. Martin in Sinzheim

orgel

Die von Wilhelm Schwarz aus Überlingen am Bodensee erbaute Orgel der Pfarrkirche St. Martin in Sinzheim wurde am 3. Juli 1902 eingeweiht und durch den damaligen Freiburger Domkapelmeister Schweitzer im Beisein des Domorganisten Hafner in einem Konzert der Gemeinde vorgestellt. An der Planung der Orgel waren auch der damalige Organist Oberlehrer Enderle sowie der Dorfarzt Dr. J. Fischer beteiligt. Letzterer hatte nach mündlicher Überlieferung auch maßgeblich zur Finanzierung beigetragen. Aufgrund ihres künstlerischen Wertes waren die Prospektpfeiffen der Orgel im ersten Weltkrieg von der Ablieferung befreit. Nach mehreren Umbauten (1951 und 1962), bei denen im Geiste der sogenannten Orgelbewegung eine Barockisierung vorgenommen worden war, verfiel die Orgel in den folgenden Jahrzehnten zunehmend, so dass Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts über einen Abbruch und einen Orgelneubau nachgedacht wurde. Auf Initiative des damaligen Pfarrers Gerhard Vetterle sowie des Orgelsachverständigen Martin Dücker erfolgte jedoch 1988/89 die Restaurierung durch die Firma Egbert Pfaff aus Überlingen, die Nachfolgefirma der Orgelbauwerkstätte Schwarz. Hierbei wurde eine möglichst originalgetreue Wiederherstellung der Orgel im Zustand des Jahres 1902 angestrebt. Einige bei den Umbauten verlorengegangene Register konnten durch Schwarz-Originalstimmen aus Orgel in Öhningen (Schwarz 1898, Op. 88) und Ballrechten (Schwarz 1901, Op. 104) oder entsprechende Lagerbestände ersetzt werden. Rekonstruierte Register orientierten sich an den Mensuren der großen Schwarz-Orgel in Salem (Schwarz 1900, Op. 100). Heute gehört die Sinzheimer Schwarz-Orgel zu den wenigen qualitätvollen pneumatischen Orgeln aus der Zeit der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert, die in Mittelbaden heute noch erhalten sind.


Klaus Walter, Sinzheim




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Disposition der Wilhelm Schwarz-Orgel aus dem Jahre 1902

Orgelspieltisch mit Erbauerschild Orgelmanual
Hauptwerk   Schwellwerk   Pedalwerk  
Bourdon 16' Geigenprinzipal 8' + Prinzipalbaß 16'
Prinzipal 8' Oktave 4' + Violonbaß 16'
Dolce 8' Aeoline 8' Subbaß 16'
Doppeiged. 8' Salicional 8' Oktavbaß 8'
Doppelflöte 8' Vox coelestis 8' Cello 8'
Gamba 8' Flauto amabile 8' Posaune 16'
Oktave 4' Lieblich gedeckt 8    
Rohrflöte 4' Traversflöte 4'    
Quinte 2 2/3'        
Oktave 2'        
Mixtur 4fach 2 2/3'        
Cornett 4-5fach 2 2/3'        
Trompete 8'        

+ beide Register nicht im Schwellwerk inbegriffen.

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Koppeln und Spielhilfen:

Orgelregister
System:

pneumatische Kegellade

Koppeln:
Sub II / I II / I
Super I II / Ped.
I / Ped. Glocke
Setzer:
0 Auslöser
I piano
II mezzoforte
III Tutti
IV Grand Jeu

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Martin A. E. Schlick - Erstellt am 25.04.2000 - geändert: 05.07.2002

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