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Seelsorgeeinheit Sinzheim-Hügelsheim

Katholische Pfarrgemeinde Sankt Martin Sinzheim

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Sankt Pirmin

Die Sozialstation St. Pirmin



Leitet ihren Namen vom heiligen Pirmin ab.


Leider wissen wir über die Anfänge dieser geschichtlichen Person nur wenig, denn sie verlieren sich in Legenden und im Dunkel der Geschichte. Manche bezeichnen Irland als seine Herkunft, andere Südwest-Galien, wieder andere Paris, oder man bezeichnet ihn als von romanischer Herkunft. Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte er Westgote gewesen sein und aus Septimanien, der alten römischen Provinz Gallia Narbonensis, stammen.


Pirmin lebte in der Völkerwanderungszeit; er mag als Flüchtling vor der Araberinvasion ins Frankenreich gekommen sein, wo er, im Alemanenbistum Konstanz und direkt neben dem alemanischen Bischofssitz Konstanz auf der Bodenseeinsel Reichenau ein Kloster gründete; 724 Mittelzell. Vermutlich handelte er im Auftrag der Karolinger, insbesondere deren Hausmeier Karl Martel. Das mag auch die Ursache sein, dass er sich auf der Insel Reichenau nur wenige Jahre, bis 726, aufhielt, weil er, von Herzog Theobald vertrieben wurde.

Darstellung am Eingang der Insel Reichenau von Gisela Bär: Pirmin

Gisela Bär: Primin, Insel Reichenau

Der Mönch und Wanderbischof setzte seine Tätigkeit im Elsaß fort. In Zusammenarbeit mit dem dortigen Bischof entstand Murbach als die zweite Gründung des heiligen Pirmin. Doch wiederum hielt er sich dort nicht lange auf. Er erneuerte das Kloster Schuttern und wirkte im Kloster Gegenbach (beide Ortenau!). Hier führte er die Benediktus-Regel ein und verpflichtete die Mönche zu einem Verbund, dem sich später auch die Klöster Neumünster und Mauersmünster im Elsaß anschlossen. Ob er in Schwarzach wirkte, ist ungewiss; vielleicht hielt er sich mal auf der Durchreise dort auf. Wir finden Pirmin in Hornbach in der Pfalz, wo er 742 sein letztes Kloster gründete und im Jahre 753 starb und begraben wurde. Der nahe gelegene Ort Pirmasens bewahrt diesen Heiligen in seinem Namen.


Seine Gebeine wurde nach Aufhebung des Klosters Hornbach durch die Reformation zunächst nach Speyer gebracht, dann in die Jesuitenkirche nach Innsbruck. Fürstabt Martin Gerber von St. Blasien wollte seine Gebeine von Innsbruck nach St. Blasien überführen mit der Begründung, Pirmin sei immerhin Apostel Alemaniens und deshalb gehörten diese auch in den alemanischen Raum. Aber auch hier weilten seine Reliquien nicht lange: durch die napoleonischen Kriege und in der Folge der Säkularisation (1806) wurde die Pirminsrelique durch Mönche ins Kloster St. Paul nach Kärten gebracht. Weil Innsbruck durch einen Fliegerangriff zerstört wurde, mussten seine Religien aus dem Schutt ausgegraben werden. Heute ruhen sie in einem herrlichen Silberschrein in der Jesuitenkirche.

Innsbruck, Pirminsschrein Innbruck, Pirminsschrein

Innbruck, Jesuitenkirche, Schrein

Der evangelische Landesbischof von Hornbach Ernst Staehelin ließ nach dem zweiten Weltkrieg in Hornbach eine Grabeskapelle aus rotem Sandstein erbauen.

Namenstag: Die Kirche feiert den heiligen Pirmin am 3. November (Beuron, Schott).

Dargestellt: als Wanderbischof
Geboren um 690 (wo?) - gestorben 3. November 753 in Hornbach in der Pfalz in Rheinland-Pfalz


wesentliche Informationen aus: Sasbacher 2009, Seite 36-ff: Dr. Werner Guldenfels, Wer war Pirmin?

Martin A. E. Schlick - Erstellt am 02.11.2009

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