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Seelsorgeeinheit Sinzheim-Hügelsheim

Katholische Pfarrgemeinde Sankt Martin Sinzheim

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Winden - zur Geschichte

Im Jahre 1730 bekam Winden mit Hilfe der Markgrafenwitwe Auguste Sybilla, der Gattin des 1707 verstorbenen Markgrafen Ludwig Wilhelm (Türkenlouis), eine kleine Kapelle zu Ehren des hl. Johannes Nepomuk, der als Märtyrer den Tod fand. Johannes aus Nepomuk wurde 1729 heilig gesprochen. Die Markgräfin, die aus Böhmen stammte, war eine große Verehrerin dieses Heiligen.
Da die Kapelle von Anfang an zu klein war, erfolgte bereits 1785 ein Neubau. Zur Unterhaltung des kirchlichen Baues und der Innenausstattung gründete man einen Kapellenfond. Dieser ermöglichte im Jahr 1880 wiederum eine bauliche Erweiterung, um den Gläubigen etwas mehr Platz zu bieten.
Aufgrund einer Stiftung nach dem 1. Weltkrieg durch Frl. Amalie Bernhard, die ihr Vermögen mit der Bestimmung, dass der Erlös zur Erweiterung des Gotteshauses oder auch zur Errichtung eines Neubaues dienen sollte, konnte nach längeren Vorverhandlungen 1954 ein Neubau begonnen und am 2. Oktober 1955 der Grundstein zu dieser Kirche gelegt werden.

Mit der Planung und Bauleitung wurde der junge Architekt Verspohl aus Baden-Baden beauftragt. Der Baustil des Gotteshauses ist modern und doch ländlich, mit hohem Giebel und breitem gedrungenem Seitenturm, der sich in der hügeligen Landschaft wie ein starker Wehrturm ausnimmt. Wertvolle Figuren aus der Klosterkirche Fremersberg wurden in die neue Kirche mitübernommen.

Das lichte und sehr erfreuliche Innere der Kapelle wird beherrscht von einem sehr guten, farbenprächtigen und modernen Oberfenster, der "Majestas Domini". Links vom Chor, eingegrenzt von einer schmiedeeisernen Leuchterreihe, sehen wir eine kostbare spätgotische Madonna, und rechts davon in gleicher Aufmachung eine kunstvolle Nepomukplastik. Den rückwärtigen Teil der Kirche schmückt eine Judas-Thaddäus-Statue. Alle Figuren wurden im Jahre 1999 von Kirchenmaler Bernd Krause restauriert.
Der steile Weg zum Eingang wurde bei dieser Gelegenheit durch eine großzügige Treppenanlage ersetzt. Über dem Kindergarten-Turnraum entstand der "Pfarrsaal", der in Regie der Pfarrgemeinde für Treffen von Gruppierungen und Vereinen zur Verfügung steht.
Durch glückliche Zufälle konnte die Pfarrgemeinde 1961 eine alte historische Stieffellorgel erwerben.
Die Kirche wurde 1969 mit drei neuen Glocken ausgestattet. Die alte, kleine Glocke aus der früheren Kapelle befindet sich ebenfalls noch in der Glockenstube. Die Glocken tragen folgende Namen:
  • Johannes Nepomuk,
  • Maria, Mutter des Herrn und
  • St. Martin.

Grundsteinlegung Grundsteinlegung Grundsteinlegung

Grundsteinlegung 2. Oktober 1955 - um ein eigenes Bild zu erhalten - Doppelklick auf das Bild!

Kreuz und Osterkerzenleuchter Im Untergrund der Kirche wurde nach Absprache mit den zuständigen Gremien und der politischen Gemeinde ein Kindergarten für den Ortsteil Winden eingerichtet. Es war der erste Kindergarten in Regie der politischen Gemeinde und eine glückliche Lösung für die ganze Bürgerschaft. Der Kindergarten wurde im Jahr 1991 von der politischen Gemeinde umgebaut, durch einen Turnraum erweitert und nach den neuesten Bestimmungen ausgestattet.
Auch das Gotteshaus wurde von Januar bis Mai 1991 innen vollständig renoviert, mit einer modernen Kirchenheizung ausgestattet und durch dezente Ausmalungen verschönert. Seit dieser Zeit zieren eine Tabernakelstele, ein Osterkerzenleuchter, vor allem aber auch ein neuer Altar und ein neuer Ambo diese Kirche (Künsterlin: G. Ellen Kämper). Weihbischof Dr. Paul Wehrle nahm 1992 die Altarweihe vor.


Detail, Ambo - 4 Evangelisten Detail Altar - Josef Detail Altar - Lamm Gottes Detail Altar -Nepomuk Detail Tabernakelstele - Maiestas Domini

Detail aus Altar, Ambo, Tabernakelstele - um ein eigenes Bild zu erhalten - Doppelklick auf das Bild!

Im Jahre 1995 wurde auf Initiative einiger Windener eine neue Krippe geplant und dann mit Hilfe vieler Spender, die übrigens auf der Unterseite der Krippenfiguren jeweils erwähnt sind, eine neue Krippenlandschaft gebaut, die in den folgenden Jahren noch erweitert wurde. In der Weihnachtszeit ist sie das Ziel vieler Besucher - besonders die Kinder freuen sich über die lebhafte und in jedem Jahr etwas veränderte Landschaft.
So steht also diese Kirche zum hl. Johannes Nepomuk auf einer freien Anhöhe, begrenzt von fruchtbaren Obstgärten und doch angelehnt an die Wohnbereiche als Juwel der Pfarrgemeinde und des ganzen Dorfes Winden. Übrigens: Winden gehört - wie auch die Ortschaften Kartung, Halberstung, Müllhofen, Schiftung, Leiberstung, Vormberg und Ebenung - zur Katholischen Pfarrgemeinde St. Martin in Sinzheim.

1992 - Altarweihe,Weihbischof Dr. Wehrle salbt mit Chrisam den neuen Altar 1992 - Altarweihe,Weihbischof Dr. Wehrle entzündet an fünf Stellen Weihrauch

1992: Weihbischof Dr. Paul Wehrle bei der Altarweihe:
Chrisamsalbung (1), Entzünden des Weihrauches an fünf Stellen (2)

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Martin A. E. Schlick - Erstellt am 31.01.2005 - geändert: 16.05.2007


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